Gesundheit, Fitness & Ernährung

Jedes Jahr am Sylvester nimmt sich etwa die Hälfte der Bevölkerung vor: "Im nächsten Jahr treibe ich mehr Sport, Fitness usw."
Doch spätestens am 1. Februar sind die guten Vorsätze vergessen, weil für den regelmässigen Waldlauf keine Zeit ist, das Fitness-Studio zu teuer usw. ist.
Doch gemach: Soviel Einsatz ist gar nicht nötig, wenn man nur ein bisschen mehr Bewegung braucht. Für ein bisschen mehr an Bewegung muss es nicht unbedingt die Mucki-Bude sein oder der tägliche Waldlauf von einer Stunde. Meine Güte - wer hat schon die Zeit??? Ein altes asiatisches Sprichwort sagt: "Auch die längste Reise beginnt mit einem Schritt" - in diesem Sinne: Ein wenig Fitness lässt sich kostenlos und fast nebenbei erwerben.

1. Treppen steigen statt Fahrstuhl:
Jogging oder tägliches Training auf dem "Stepper" formt Waden und Oberschenkel, ausserdem werden dadurch auch etliche Kalorien verbrannt. ABER: Intensives Stepper-Training kann auch die Gelenke kräftig belasten.
Einfacher: Statt des Fahrstuhls die Treppe nehmen. Das kostet keinen Cent und ist deutlich gesünder. Natürlich kostet das etwas Zeit. Aber wie wär's, wenn man mal 5 Minuten früher erscheint und sich genügend Zeit für die Treppe statt des Fahrstuhls nimmt. Ausserdem ist man meist via Treppe genaus so schnell oben, wenn man die vielen Stopps in jeder Etage berechnet und gesünder ist es ausserdem.
Asthmatiker, Kreislauf-Kranke und ähnliche Mitmenschen, die bei der kleinsten Anstrengung ausser Atem geraten, sollten am Anfang etwas mehr Zeit einplanen und beim kleinsten Anzeichen von Herzklopfen, Atemnot usw. eine Pause einlegen. Der "Zwangsstopp" am nächsten Tag kommt erst eine Stufe später, am übernächsten 2 Stufen später usw. Nach spätestens einem Monat ist die Kondition unmerklich so gut geworden, dass man den ganzen Weg ohne Probleme bewältigen kann.

2. Bizeps beim Einkauf:

Wo steht eigentlich geschrieben, dass man mit dem vollen Einkaufswagen von der Kasse direkt ans Auto fahren muss? Da die wenigsten Menschen ihre Einkäufe einzeln in den Kofferraum werfen, sind fast immer irgendwelche Taschen dabei, in die alles verstaut wird.
Nehmen Sie diese Taschen mit in den Verkaufsraum und verstauen Sie nach dem Bezahlen alles in diesen Taschen und Tüten. Dann bringen Sie den Einkaufswagen zurück und tragen die Taschen zum Auto. Jetzt merkt man erst, wie schön es sein kann, wenn vor dem Eingang des Supermarkts alle Parkplätze besetzt sind und die freien Plätze einen 5minütigen Fussmarsch erfordern.
Ach? Bei Ihnen ist immer vor dem Eingang ein Platz frei? Macht nix - lassen Sie ihn frei für Gehbehinderte und normale "Fusskranke", die lieber ihre Wampe als ihre Muskeln pflegen :-) .
Wenn Sie auf dem Weg zum Auto dann auch die Tüten immer schön gleichmässig wie eine Langhantel hochheben, werden Ihre Arme zwar nicht "schwarzeneggersche" Ausmasse annehmen, aber sie werden kräftig Muskeln aufbauen.

3. Kräftige Brustmuskeln durch Entspannung.

Eine kräftige Brustmuskulatur bekommt man durch intensives Schwimmen oder Hanteltraining? Vergessen Sie diesen Satz. Legen Sie lieber jeden Tag Ihre Handflächen vor der Brust zusammen, so wie es die Inder tun, wenn sie sich begrüssen ("Namaste" nennt man das) und pressen Sie die Handflächen kräftig für eine Minute zusammen, die Unterarme dabei waagerecht halten. Danach 15 Sekunden die Arme ausschütteln und entspannen. Das machen Sie in der ersten Woche jeden Tag 3mal, in der zweiten Woche 4mal, in der dritten Woche 5mal. Nach oben hin sind zwar keine Grenzen gesetzt, aber bedenken Sie, dass noch Zeit für das normale Leben bleibt.

4. Schlanke Taille beim Fernsehen.

Haben Sie auch so einen bequemen Fernseh-Platz? Überlassen Sie den doch mal Ihrem Partner - es muss ja nicht für immer sein! Begeben Sie sich für kurze Zeit aufs Sofa oder - falls das ungünstig steht - auf den Fussboden. Legen Sie sich parallell zum Fernseher auf die Seite, so dass Sie das Programm weiter verfolgen können, und heben Sie das oberere Bein. Das Bein bleibt oben, bis Sie bis 20 gezählt haben, dann langsam senken. Und die Seite wechseln und das ganze noch mal auf der anderen Seite! Das machen Sie in der ersten Woche jeweils 5mal. In der nächsten Woche 6mal usw. bis Sie meinen, es sei genug.
Diese Übung trainiert die seitlichen Bauchmuskeln und baut den Hüftspeck ab (vorausgesetzt, Sie knabbern dabei nicht "Kraftnahrung" in Form von Chips).

5. Gesunder Rücken bei der Schreibtisch-Arbeit.

Arbeitsstühle der neuen Generation sollen den Rücken unterstützen. Die Praxis sieht leider anders aus: Rückenschmerzen, Verspannungen, Wirbelsäulenschäden. Orthopäden und Masseure haben Hochkonjunktur. Und es gibt kaum eine Bandscheibe, die nicht hin und wieder gequält aufschreit.
Besorgen Sie sich im Sanitätshandel einen Sitzball. Der sorgt für eine gerade Haltung und entlastet die Wirbel. Der angenehme Nebeneffekt: Durch die ständige Bewegung ist man sicher vor Venenproblemen, und Cellulitis ist gar kein Thema mehr.

6. Knackarsch im Liegen.

Wenn man entspannt am Strand, beim Fernsehen, im Garten oder sonstwo auf dem Rücken liegt, kann man die folgende Übung leicht ausführen:
Liegen Sie auf dem Rücken und winkeln Sie die Beine an. Jetzt heben Sie den Hintern leicht an (ist am Anfang nicht gerade leicht), Po und Bauch anspannen, bis 20 zählen (anfangs reichen auch 15), entspannen und den Po langsaaaaam absenken. Das kräftigt die Sitzfläche und baut die Fettdepots im Sitzfleich ab.

Beispiel einer Auswertung der Lebenserwartung

Genetische und biologische Faktoren
Frauen und Männer sind auf Grund ihrer geschlechtsgebundenen Integration in die
Gesellschaft, ihrer unterschiedlichen Erwerbsbeteiligung, ihrer differenten Berufe
und Einkommen, ihrer verschiedenen Beanspruchung durch Familienaufgaben etc.
trotz mancher Angleichungen diversifizierten Lebensbedingungen ausgesetzt.
Frauen und Männer verarbeiten Belastungen und Krankheiten auch unterschiedlich.
Darüber hinaus entwickeln sie, orientiert an Männlichkeits- und Weiblichkeitsbildern
differente Lebensstile und Gewohnheiten, die Einfluss auf ihre Gesundheit nehmen.
Männer tendieren im Allgemeinen zu einer riskanteren Lebensweise. Ferner
nehmen Frauen und Männer Beeinträchtigungen ihrer Gesundheit unterschiedlich
deutlich wahr.

Zum verbreiteten Männlichkeitsbild passt es nicht, krank zu sein. So halten sich
Männer häufiger auch dann für gesund Gesundheit wenn sie es aus medizinischer Perspektive
nicht sind.

In Deutschland werden Frauen derzeit durchschnittlich 82 Jahre alt, die Männer
hingegen nur knapp 76. In den meisten Industrienationen mit einem entwickelten
Gesundheitswesen ist das ähnlich. In der dritten Welt, wo insbesondere die
medizinische Versorgung von Mädchen und Frauen schlecht ist, sterben Männer
und Frauen etwa gleich jung.
Die Lebenserwartung in Deutschland steigt weiter. Heute geborene Mädchen
werden durchschnittlich bereits 86,5 Jahre, neugeborene Jungen fast 80 Jahre alt.